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Geschichten zur aktuellen Pelikan-CD (Veranstaltungshinweis)

Auf diesem Foto seht ihr mich, wie ich bei einem Konzert im Jahr 1977 eine Platte abspiele. Bei dem Nicht-Konzert am 18. Januar 2016 werdet ihr sehen können, wie ich eine CD abspiele.

- Eine CD-Vorstellung der etwas anderen Art -

Da es völlig unmöglich war, alle 22 auf der im letzten Jahr erschienenen Pelikan-Doppel-CD (“Falsch abgebogen“) mitwirkenden Musiker für einen Abend zusammenzubekommen, wird diese Veranstaltung kein Konzert sein, sondern ein einmaliger Vortrag mit Musikhören.

Und getreu dem Motto “Jeder Song hat seine Geschichte” habe ich vor, ebendiese erstmal in einem kleinen oder auch größeren Redebeitrag zu Gehör zu bringen, bevor das Lied anschließend im CD-Player vorgespielt wird.

Der Eintritt von 5 € wird beim Kauf dieser Doppel-CD übrigens als Rabatt angerechnet, so daß ihr an diesem Abend statt 17,50 € nur 12,50 € für die Scheibe bezahlen müßtet, falls ihr den “Bezahlt”-Stempel auf dem Handrücken vorweisen könnt.

Montag, 18. Januar 2016

im Studio im Grammatikoff (Duisburg, Dellplatz 16 a)

5 € Eintritt

Einlaß: 19:30 Uhr

Veranstaltungsbeginn: 20:00 Uhr.


Zum 60. Geburtstag von Helge Schneider

Zu Beginn der 80er Jahre waren wir beide im Duisburger Eschhaus mal eine Zeitlang in die selbe Frau verliebt. Ich habe sie nicht bekommen. Helge aber auch nicht. Und das geschah ihm auch ganz recht, da er nicht mal einen Song für sie geschrieben hat. Im Gegensatz zu mir. (“Born on a Horseback”, zu hören auf meiner CD “Welcome to Chilligoo”.) Aber das hat, wie gesagt, trotzdem nicht gereicht. Allerdings hat sie schließlich mir – und nicht ihm – diesen Scherenschnitt von sich geschenkt.

 

Helge war (und ist) ein Freund von Georg Mahr, dem Keyboarder meiner Band “Duisburg City Rock ‘n’ Roll All Stars”. Und als wir im Oktober 1978 beim 2. OTZ Festival im Eschhaus aufspielten, brachte Georg auch seinen Kumpel Helge mit, den wir dann kurzerhand noch in die Show einbauten. Ich kannte Helge damals nicht, hatte nur gehört, daß er ein toller Jazzpianist sei, und so war ich sehr gespannt auf seine Darbietung in der Mitte unseres Gigs.

Helge hatte gebeten, von unserem Drummer begleitet zu werden, setzte sich (während die anderen Bandmitglieder Pause hatten und die Bühne verließen) auf Georgs Orgelbank und zog erstmal kommentarlos seine Schuhe aus, um sie oben auf der Hammond B3 abzustellen. Dann wurde noch ein Mikrophon für diesen besonderen Gast aufgebaut, und wir freuten uns alle auf eine jazzige Orgelnummer mit Gesang. Doch erstmal machte Helge eine Ansage: “Ja, guten Tach, ich möchte euch was vorspielen, zusammen mit meinem alten Freund … öh, wie heißt du?” – “Lucky.” – “… Lucky am Schlagzeug.” Und dann ging’s los. Lucky war etwas nervös, weil er nämlich alles andere als ein Jazzdrummer war, doch hätte er sich überhaupt keine Sorgen zu machen brauchen, da Helge dann nämlich den Sommerhit des Jahres anstimmte, der 17 Wochen lang auf Platz 1 der Deutschen Hitparade gestanden hatte, “Rivers of Babylon” von Boney M. Und zwar instrumental, ohne jeglichen Gesang. Wir waren alle ziemlich überrascht und wußten nicht so recht, was wir davon halten sollten.

Das nächste Mal sah ich Helge (wiederum im Eschhaus) im Trio mit Schlagzeug (Peter Thoms?) und Baß (Rudi “Kontra” Olbrich?). Die jazzige Musikrichtung war damals nicht wirklich mein Fall, doch Helges musikalische Fertigkeiten hatten mich bei diesem Konzert zutiefst beeindruckt. Ich weiß noch, daß ich dachte: Tja, das ist der beste Musiker aus meinem Bekanntenkreis, den ich jemals gehört habe. Schade nur, daß er nie Erfolg haben wird, da er die völlig falsche Musik macht.

Und wie die Geschichte zeigt, habe ich mich selten so geirrt; andererseits aber auch nicht, denn mit Jazz hat er’s ja wirklich nicht geschafft. Sondern – eigentlich unvorstellbar und irgendwie auch ziemlich schlimm – mit einer Art Schlagerparodie.

Ein weiterer Helge-Auftritt im Eschhaus in den 80er Jahren sah so aus: Ausgestattet mit Parka, Russenmütze, Aktentasche und Kassengestellbrille stand er allein auf der Bühne und bewegte den Mund zur Plattenaufnahme von Frank Sinatras “Saturday Night”, was wirklich ziemlich lustig war, mit der Zeit aber doch rasant an Esprit verlor, da sich das Ganze bei zwei oder drei ähnlichen Liedern dann nur noch wiederholte. Helge hatte a) aber noch nie ein Problem damit gehabt, sein Publikum zu irritieren, und b) immer schon über ein brillantes Timing verfügt und deshalb, kurz bevor die Playbacknummern dann nur noch doof wirkten, den zweiten Programmpunkt auf die Bühne gebracht: Gleithmann, den Löwenmenschen. Sergej Gleithmann war ein dünner Kerl mit langen blonden Haaren und solch einem langen Vollbart, daß er ihn nach oben über sein Gesicht legen konnte, wo er durch eine darübergesetzte Brille am Wiederhinabgleiten gehindert wurde. Helge holte den Löwenmenschen hinter einem Vorhang, wo er bislang ungesehen gehockt und die Playbacks abgespielt hatte, hervor und führte ihn wie einen Blinden auf die Mitte der Bühne, und dann warteten alle gespannt darauf, was Gleithmann denn zu bieten haben würde. Doch Gleithmann tat gar nichts. Er stand nur da und war Der Löwenmensch. Und als es jedem dämmerte, daß er nichts weiter tun würde, als nur still dazustehen, war das auch wieder ziemlich lustig. Bis sich die Lustigkeit langsam ins Gegenteil zu wenden begann, da noch eine und noch eine weitere Minute ereignislos verstrichen, bis Helge den Löwenmenschen wieder zurück hinter den Vorhang geleitete und zum Abschluß nochmal “Strangers in the Night” oder so brachte. Und dann stand er da und sagte, daß das Programm zu Ende sei, sie hätten nichts mehr. Er machte allerdings keine Anstalten, die Bühne zu verlassen, was wiederum so wirkte, als wenn das Programm eben doch noch nicht zu Ende sei. Das dauerte dann auch noch einige Minuten, in denen er immer wieder betonte, daß nichts mehr käme. Es war großartig. Und so präsentierte er schließlich noch einmal Gleithmann, den Löwenmenschen, denn wenn das Publikum einfach nicht gehen wollte … selber Schuld. Und als der vollgesichtsverbartete Gleithmann hinter dem Vorhang auftauchte, mußte jemand im Publikum laut auflachen, so daß Helge sich ihm zuwandte und scharf bemerkte: “Ah! Zu spät gekommen.”


Helges erstes Konzertplakat. Mit Charly Weiss (rechts).

Unvergessen für mich ist auch Helges Eschhausauftritt bei einem Benefizkonzert, wo er mit akustischer Gitarre bewaffnet auf einem Barhocker Platz nahm. Ich wußte damals nicht, daß er auch Gitarre spielen konnte und war als Gitarrist deshalb besonders gespannt darauf. Nach dem Konzert wußte ich allerdings immer noch nicht, ob er Gitarre spielen konnte, denn er begann seine Show damit, daß er das erste Lied ansagte, sich kurz vor dessen Vortrag dann aber blitzschnellspontan doch noch für einen anderen Song entschied und auch diesen wiederum ausführlichst ansagte, und so weiter und so fort. Er drohte eine ganze halbe Stunde lang damit, auch mal einen Ton zu spielen, der aber nie erklingen sollte. Es war großartig.

Helges Performances haben sich damals überhaupt nicht an ein bestimmtes Schema gehalten. Helge ist kein Komiker im üblichen Sinne, eher ein geborener Entertainer mit einem großen clownesken Talent. Und ein absolut toller Musiker. Ich hatte in einer meiner Bands mal ein Schlagzeugsolo mit der Regieanweisung “spiel so, als wenn du nicht richtig spielen könntest” gewünscht. Das umzusetzen hört sich für euch vielleicht leicht an, ist für einen Musiker, der richtig spielen kann, jedoch ungeheuer schwer, da das Ganze ja nicht wie “das klingt, als wenn einer, der spielen kann, sich vergeblich bemüht, so zu wirken, als wenn er nicht spielen könnte” rüberkommen soll. Und ich kenne niemanden, der diese Disziplin besser beherrscht als Helge Schneider. Und dafür muß man schon ein extrem guter Musiker sein. Obwohl das auf seinen Platten nicht immer zu erkennen ist. Bei der letzten (“Sommer, Sonne, Kaktus”, seiner ersten Nummer-1-Scheibe überhaupt) zum Beispiel mußte ich für mich persönlich leider zu dem Urteil kommen: Watt fürn Schrott. Da hört man ja richtig, daß er sich keine besondere Mühe gegeben hat. – Aber die Platten sind sowieso nicht das, was Helge am treffendsten charakterisieren könnte, im Gegensatz zu seiner absolut überragenden und immer wieder durch Improvisationselemente unberechenbaren Bühnenarbeit. Er ist auf den Brettern, die für vortragende Künstler ja die Welt bedeuten sollen, einfach wirklich zuhause, weiß hundertprozentig, daß er dort und nirgendwo anders hingehört.

 

Wie ich Helge mal aus der Patsche geholfen habe

Wie in Helges 1992 erschienener Autobiographie Teil 1 “Guten Tach. Auf Wiedersehen” zu lesen ist, war es (zumindest für die anderen) in den 70er Jahren (und wahrscheinlich auch noch in den 80ern) keine besonders gute Idee, Herrn Schneider Geld oder Instrumente zu leihen. An beidem mangelte es ihm früher nämlich beständig, und er schreibt in seinem Buch, wie er sich mal 7000 DM von jemandem, der gerade eine Erbschaft gemacht hatte, lieh, um sich eine Hammond B3-Orgel kaufen zu können. Nach einem Jahr verlor der Geldgeber dann aber doch ein wenig die Geduld, da Helge ihm bis dahin erst 150 DM zurückgezahlt hatte. Und wenn das in dem Tempo so weitergegangen wäre, würde die Schuld heute immer noch nicht getilgt sein. Ich weiß aber nicht, wie sich die Sache damals weiterentwickelt hat.

1979 habe ich mal folgende Geschichte miterlebt: Helge hatte eine weiße Fender Telecaster E-Gitarre in seinen Besitz gebracht, um sie auszuprobieren und eventuell zu kaufen. Der Kaufpreis betrug 700 DM. Helge hatte allerdings keine 700 DM, und wer Helge kannte, wußte, daß die Chance, daß Helge demnächst 700 DM erwirtschaften würde, auch quasi gleich null war. Der Eigentümer der Gitarre wußte das offenbar nicht, und so hatte er noch einige Monate lang Geduld, in denen Helge ihn immer wieder auf später vertröstete, bis der Geduldsfaden von Helges Geschäftspartner nach einem halben Jahr oder so dann doch endgültig riß und er von Helge die 700 DM oder die Rückgabe der Gitarre forderte. Jetzt hatte Helge allerdings das kleine Problem, daß er das für den Deal benötigte Geld nicht besaß – und das große Problem, daß er die Gitarre auch nicht mehr zurückgeben konnte, da sie sich leider nicht mehr im Originalzustand befand. Helge hatte den Lack inzwischen nämlich abgebeizt. Und so brauchte er dringend jemanden, der ihm die “verstümmelte” Telecaster für 700 DM abkaufte, um dem Eigentümer des Instruments das Geld dafür geben zu können, und ich war derjenige, der ihm aus dieser Bredouille helfen konnte. Ich war nämlich gerade dabei, meine Gibson Les Paul Custom E-Gitarre zu verkaufen, da sie für mich als reinen Rhythmusgitarristen einfach einen zu fetten Sound hatte, um mir danach irgendein anderes Teil an Land ziehen – und das wurde dann halt die in Helges Besitz befindliche Telecaster.


Die Aufkleber und so sind erst später von mir hinzugefügt worden.

 

Wie Helge mir mal einen Gefallen tat

Für mein Empfinden hat sich Helge (trotz des großen Ruhms) überhaupt nicht verändert, da er schon immer sehr liebenswürdig und gleichzeitig auch recht chaotisch gewesen ist. Anfang des letzten Jahres bat ich ihn mal, etwas für meine neue CD (“Falsch abgebogen”, 2015) beizusteuern. Dafür brauchte er nur mal kurz etwas auf meinen Anrufbeantworter zu sprechen. Ich schrieb ihm einen Brief deswegen, und er zeigte sich einverstanden. Also rief ich ihn dann mal an, um zu fragen, ob er jetzt eben kurz Zeit dafür habe, doch erklärte er, daß er gerade auf dem Sprung zu einem Konzert in Würzburg wäre. Und ich sollte ihn doch morgen wieder anrufen, wenn der Soundcheck vorbei wäre, dann würde er sich der kleinen AB-Aufgabe gerne widmen. Ich war einverstanden. Und dann erzählte Helge noch einige Minuten lang irgendwas, bevor er sich auf den Weg nach Würzburg machte. In dieser Zeit hätte er bestimmt fünf- oder sechsmal was auf meinen AB sprechen können.

Am nächsten Tag ging leider niemand an den Apparat, und weil ich ihn ja auch nicht übermäßig stören wollte, wartete ich noch ein paar Wochen, bis seine Tournee vorüber war. Als ich ihn das nächste Mal erreichte, meinte er, es ginge jetzt nicht – weil er gerade in Holland sei.

Schließlich versuchte ich es spontan am Ostersonntag wieder. Ich hatte aber überhaupt nicht daran gedacht, daß Helge ja auch ein Familienmensch war, so daß er mir berichtete, wie jetzt gerade nach Ostereiern gesucht würde. “Aber irgendwann wäre es schon schön, wenn das mit dem AB mal klappen würde”, entgegnete ich, und er schlug mir vor, es am frühen Nachmittag nochmal zu versuchen, weil die Kinder dann wohl schlafen würden. Um in der nächsten Sekunde – ENDLICH – umzuschwenken und mir mitzuteilen: “Ach, laß uns das jetzt eben erledigen”. Ich war einverstanden, legte auf, er rief zurück, sprach auf meinen AB, und das Ergebnis ist auf meiner CD zu hören. Danke, Helge! Und es wäre ja auch keine interessante Geschichte geworden, wenn das alles beim ersten Mal ruckzuck über die Telefon-Bühne gegangen wäre.

 

Die geheime Geschichte hinter diesem Foto

Im Mai 1991 stand ich zum letzten Mal gemeinsam mit Helge Schneider zusammen auf der Bühne. Es war bei den ersten beiden Shows der Peter Bursch All Star Band, wo ich als Sänger mitwirkte, und Helge – der damals national gerade richtig durchzustarten begann – hatte bei einigen Stücken kleine Gastauftritte. Wie zum Beispiel: als Gott mit Bierflasche durchs Bild zu latschen, oder mit einer Vespa auf die Bühne zu fahren, oder bei meinem Lou-Reed-Song das Saxophonsolo beizusteuern, oder Akkordeon bei Road to Nowhere von den Talking Heads zu spielen. Der Sänger des letztgenannten Liedes, Kim Merz, meinte vorher zu Helge: “Aber spiel bloß nichts Bayerisches im Intro”. Das ließ Helge sich natürlich nicht zweimal sagen und spielte statt dessen irgendwas Balkanesisches. Hätte Kim überhaupt nichts angemerkt, wäre bestimmt alles ganz glatt verlaufen. Tja, Pech gehabt. Aber ohne diese Verrücktheiten wäre Helge halt nicht Helge, oder? Ich liebe ihn auf jeden Fall dafür.

Und jetzt alle zusammen, ein jeder natürlich in Tempo und Tonart seiner Wahl:
“Happy birthday to you,
happy birthday to you,
happy birthday, lieber Helge,
happy birthday to you”.

Duisburg, 30. August 2015


Zum 70. Geburtstag von Wim Wenders

Auf einer pelikanesischen Top-3-Liste deutschsprachiger Persönlichkeiten, die ich gerne einmal kennenlernen würde, wäre an erster Stelle der Name Wim Wenders zu finden – und das schon seit rund 40 Jahren [die anderen beiden Personen wären die Schauspielerin Johanna Wokalek und der Astrophysiker Harald Lesch]. Getroffen habe ich Wim Wenders nur ein einziges Mal, und zwar vor 4 Monaten … im Traum. Er fuhr mit einem kleinen Auto auf den Parkplatz am Friedhof in Duisburg Wanheimerort, und dort schnappte ich zufällig auf, wie er seiner kleinen Filmcrew gegenüber eine Bemerkung über Oberhemden fallenließ. Und weil meine Wohnung zu Fuß nur zwei Minuten entfernt lag, eilte ich dorthin, um ein Buch zu holen und ihm folgenden Text von Helmut Loeven daraus zu zeigen:

“Also, daß ich so viele Hemden habe, war für mich schon immer ungeheuer beruhigend. Schon oft begann ich von Sorgen geplagt mein Tagewerk und schaute dabei vielleicht auch beiläufig in meinen Schrank, und dann dachte ich: Eigentlich brauche ich mich überhaupt nicht mehr zu fürchten, ich habe ja noch so viele Hemden.”
…………(aus: “Duisburg City Poetry All Stars”, OTZ Verlag Duisburg 1977)

Ich wußte zwar nicht, ob dieser Text Wim Wenders hätte weiterhelfen können, doch schien er mir zumindest einen guten Ansprechgrund zu liefern. Dummerweise hatte ich in der Aufregung aber das falsche Buch eingesteckt (nämlich die Nachfolge-Anthologie “löffelvoll – zum lesen”, OTZ Verlag Duisburg 1979), und so stammelte ich – peinlich berührt – irgendwas von einem falschen Buch vor mich hin, bekam aber dennoch meine Gesprächschance, da ein Mitglied seiner Crew ihn darauf hinwies, daß er noch einige Minuten Zeit habe. Und nachdem unsere Unterhaltung anfänglich etwas holprig verlief, wurde es bedeutend lockerer, als ich Wim erzählte, wie ich durch John Mayalls Song “I’m gonna fight for you J.B.” (von seiner LP “The Turning Point” aus dem Jahr 1969) erstmals den Namen J.B. Lenoir vernommen hatte, mir danach eine Platte von diesem besorgt (“Down in Mississippi”) und so – was auch außerhalb des Traumes genau so geschehen war – meinen auch heute noch absoluten Lieblingsbluessänger gefunden hatte. Und dann unterhielten wir uns weiter über Musik.

Wim Wenders, am 14. August 1945 in Düsseldorf geboren, wo er auch seine Kindheit und Jugend verbrachte, ging 1967 an die Filmhochschule in München. Zwischen 1970 und ’73 entstanden seine ersten abendfüllenden Filme, doch erst mit seinem vierten Langfilm, dem 1974 in die Kinos gekommenen “Alice in den Städten”, bin ich auf diesen Regisseur aufmerksam geworden. Ich weiß noch, daß mein erster Eindruck von “Alice…” ein etwas irritierter war, weil ich a) in der Ära der Farbfilme keinen Schwarzweiß-Film erwartet hatte und b) keine Geschichte, die so langsam erzählt wird, daß ich sie anfangs überhaupt nicht verstanden habe. Aber wenn es storymäßig erstmal nichts zu “begreifen” gibt, muß man sich halt auf die Bilder einlassen und die dadurch erzeugte Atmosphäre aufzunehmen versuchen, was mir im Laufe des Films immer besser gelang, bis ich ziemlich verzaubert davon war. Und als die Protagonisten zum Ende hin (nachdem die Reise im Süden der USA begonnen hatte) sogar das Ruhrgebiet erreichten (eine Szene spielt tatsächlich im Duisburger Hauptbahnhof – und Kalle Burandt (dem übrigens das Loeven’sche Hemden-Gedicht gewidmet ist) meinte, auch eine Trinkhalle im Duisburger Norden wiedererkannt zu haben), war ich angenehm überrascht.

Zu Wenders’ nächstem Film (“Falsche Bewegung”, 1975) konnte ich dann aber überhaupt keinen Zugang finden, was mich schon sehr enttäuschte, doch mit dem darauf folgenden “Im Lauf der Zeit” (1976) kehrte die Wender’sche Magie (für mich) wieder zurück, und zwar noch wesentlich stärker als bei “Alice in den Städten”.

Danach vergingen allerdings wieder 8 Jahre, bis ein weiterer Wenders-Film mich ähnlich stark für sich einzunehmen vermochte (“Paris, Texas”, 1984), und bei diesem Hin und Her der in meiner Gunst ganz weit oben angesiedelten und mich eher langweilenden Wenders-Filme ist es bis heute geblieben:

Sechs seiner Filme liebe ich über alle Maßen, zwei finde ich immerhin noch okay, und mit dem Rest kann ich nicht viel anfangen. Doch mit diesen 6+2 Filmen ist Wim Wenders zu meinem deutschen Lieblingsfilmregisseur geworden.

Die sechs Filme:
- Alice in den Städten (s/w, 1974)
- Im Lauf der Zeit (s/w, 1976)
- Paris, Texas (Farbe, 1984)
- Bis ans Ende der Welt (Farbe, 1991)
- In weiter Ferne, so nah! (s/w und Farbe, 1993)
- Don’t Come Knocking (Farbe, 2005)

Mir immerhin noch einigermaßen gefallend:
- The Million Dollar Hotel (Farbe, 2000)
- Land of Plenty (Farbe, 2004)

Und wenn ihr bis jetzt den allgemein sehr geschätzten “Der Himmel über Berlin” (s/w und Farbe, 1987) vermißt haben solltet… tja, der berührt mich einfach nicht besonders (zumindest nicht positiv) und gehört deshalb in die Kann-ich-nicht-mit-warmwerden-Schublade, in der die folgenden Streifen versammelt sind:
- Summer in the City (1970)
- Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (1972)
- Der scharlachrote Buchstabe (1973)
- Falsche Bewegung (1975)
- Der amerikanische Freund (1977)
- Hammett (1982)
- Der Stand der Dinge (1982)
- Der Himmel über Berlin (1987)
- Lisbon Story (1994)
- Am Ende der Gewalt (1997)
- Palermo Shooting (2008)
(Natürlich ist das alles nur eine rein subjektive Beurteilung!)

Sein neuester Film “Every Thing Will Be Fine” erscheint erst im Oktober auf DVD, und weil ich überhaupt nicht mehr ins Kino gehe, kann ich deshalb noch nichts dazu sagen.

 

Wenigstens am Rande möchte ich in diesem Beitrag aber auch noch die Musik in Wenders’ Filmen kurz streifen, wobei ich nicht nur die extra für die jeweiligen Filme geschriebenen Hintergrundsounds meine, sondern auch die vielen Songs, die in einigen seiner Werke zu hören sind und meinem eigenen Musikgeschmack häufig schon sehr nahekommen. Ich besitze eine recht umfangreiche CD-Sammlung, worunter sich aber nur 4 Soundtrack-Alben befinden: “Easy Rider”, “Woodstock”, “Der mit dem Wolf tanzt” und die Musik zum Wenders-Film “Bis ans Ende der Welt”, featuring Can, Lou Reed, Nick Cave, Patti Smith, T-Bone Burnett, Daniel Lanois und andere, nicht zu vergessen die wunderschöne Elvis-Costello-Version des Kinks-Klassikers “Days”.

Eine unerwartete Gemeinsamkeit mit Wenders entdeckte ich schließlich im Jahr 2003 noch, als die von Martin Scorcese präsentierte 7teilige Dokumentarfilmreihe “The Blues” herauskam. Bei einem der Filme hatte Wim Wenders Regie geführt und neben Blind Willie Johnson und Skip James auch meinen (insgesamt nicht so wahnsinnig bekannten) All-Time-Lieblingsblueser J.B. Lenoir porträtiert. Womit sich der Erzählkreis (man erinnere sich an die Lenoir-Erwähnung in meinem Traum zu Beginn) dann wohl geschlossen hätte und mir nur noch übrigbleibt, Wim Wenders für seine vielen magischen Film-Momente zu danken und einen streßfreien Geburtstag und Alles Gute für die Zukunft zu wünschen. Und wenn er mich noch einmal im Traum besuchen wollte … ich hätte bestimmt immer Zeit für ihn.

Zum Schluß noch ein Wenders-Zitat aus dem Filmtagebuch der Bonus-DVD zu “The Million Dollar Hotel”:
…………“… selbst wenn meine Lieblingseinstellung letztendlich im Schneideraum der Schere zum Opfer fiel. Filmschnitt kann ziemlich grausam sein. Das Erzählen der Geschichte hat aber immer Vorrang vor allem, was bloß schön ist.

 

Nachtrag von Ende Oktober 2015:

Wenders’ aktueller Film “Every Thing Will Be Fine” hat mir gut gefallen und gehört deshalb in die oberste Kategorie, so daß es jetzt also 7 (statt bislang 6) Lieblings-Filme von Wenders für mich gibt.


Neue Pelikan-CD im Anflug

25. März 2015

Endlich ist – mit etwa anderthalbjähriger Verspätung – Pelikans neue CD in Vervielfältigungsproduktion gegangen und wird im April 2015 auf dem Duisburger Markt (aber auf welchem?) erwartet.

 


 

- Die Falsch abgebogen” betitelte Doppel-CD wird den Abschluß von Pelikans sechsteiliger (seit 2008 herausgegebener) Lieder- und Bandwerkschau darstellen.

- Sie enthält 37 Stücke, darunter auch die erstmalig auf CD veröffentlichten Pelikan-Klassiker “Down in Blues City” und “Schlechte Karten”. Disc 2 ist den Duisburg City Rock ‘n’ Roll All Stars vorbehalten. [Achtung: Das ist nicht die Burschcombo ähnlichen Namens, sondern Pelikans 1977 gegründete erste Rockband.]

- Die Solo-, Duo-, Trio-, Quartett-, Quintett- und Sextett-Aufnahmen dieses Albums sind zwischen April 1975 (Tonstudio in Berlin) und Oktober 2014 (Tonstudio in Sevelen) gemacht worden, bestehen zum überwiegenden Teil aber aus Liveaufnahmen aus Duisburg (Bürgerhaus Neumühl, Buschbrand, Eschhaus, Grammatikoff, Hundertmeister, Steinbruch, Technologie-Zentrum) und Wuppertal.

- Die mitwirkenden Musiker sind:
Knut Abel (percussion, grand piano, vocals)
Stefan Aust (drums)
Daniel Basso (vocals)
Tom Dudda (bass)
Mike Gosen (drums)
Jupp Götz (vocals)
Congo Johnson (guitar, vocals)
Willi Kissmer (guitar)
Anja Lerch (vocals)
Georg Mahr (keyboards)
Rolf Maibaum (guitar, bass, vocals)
Frank “Sternhagel” Marth (guitar, vocals)
John Mernit (drums)
Su Pechmann (viola)
A.S.H. Pelikan (guitar, vocals, mouth organ, recorder)
Mani “Slowfoot” Roßmann (guitar)
Lucky Ruhnau (drums)
Helge Schneider (vocals)
Francis Serafini [† 2011] (guitar, vocals, mouth organ)
Steinbruch-Publikums-Chor (vocals)
Mirko van Stiphaut (guitar)
Michael “Schnuff” Strohm (bass, vocals)
Dave Taylor (bass)
Jim Whittemore (guitar, piano)

- Die CD enthält ein 32seitiges Booklet mit Geschichten zu jedem einzelnen Song und mehr als 60 Fotos.


Torflut beim Korte-Cup

Aus Lokale Sportnachrichten der aktuellen Ausgabe der OTZ (Obermarxloher Trivial Zeitung):

“Beim achtunddreißigsten, alljährlich seit 1977 am ersten Dezemberwochenende zwischen Journalisten und Musikern aus Duisburg ausgetragenen Fußballspiel um den Carl-Korte-Cup ist in diesem Jahr die Rekordmarke von dreißig Toren erreicht worden. Beide Abwehrreihen glänzten durch schlechtes Stellungsspiel und nahezu körperlosen Einsatz, so daß der wegen eines Bandscheibenvorfalls von einem Drehstuhl im Mittelkreis aus operierende Referee einen ruhigen Nachmittag verlebte und lediglich in der ersten Halbzeit einmal beiden kompletten Mannschaften die gelbe Karte wegen Zeitspiels zeigen mußte. Zum umjubeltsten Akteur auf dem Platz avancierte am Ende der erst kurz zuvor eingewechselte Newcomer Nat Schriller, der in der 90. Minute den entscheidenden Freistoß zum gerechten 15:15-Endstand verwandelte, als die gegnerische Zwei-Mann-Mauer hochsprang und der mit der Pike aus dem Stand getretene Ball einfach geradlinig untendrunter durchhoppelte und Pelikan im Tor der Musiker ziemlich schlecht aussehen ließ.”

Unser “Man of the Match”: Starreporter Nat Schriller in einer seiner vielen Verkleidungen.


Neues vom OTZ Konzern (1)

Oktober 2014

Ältere Mitbürger werden sich noch an die Blütezeit des Duisburger OTZ Konzerns in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts erinnern können, der vor allem durch die Ausrichtung zweier dreitägiger Musikfestivals im Zentrum Eschhaus, durch die Herausgabe von acht “Waren”-Katalogen, neun Büchern einheimischer Autoren, einem Kunstkalender, einem Comicband, zwei Lexika und natürlich auch aufgrund der Produktion von Hunderten dieser rund 100 cm² großen dreiteiligen roten (und für die Motorradabteilung später auch grünen) OTZ Aufkleber, die vor allem die Karosserien ungezählter PKWs im In- und Ausland geziert haben, unvergessen geblieben ist.

Wirklich unvergessen?

Dem nachzugehen machten sich in diesen Tagen Starreporter Nat Schriller und A.S.H. Pelikan, Leiter der OTZ Konzern Nebengeschäftsstelle Duisburg Neudorf, auf den Weg. Doch nicht ein einziges dem Zahn der Zeit starrsinnig trotzendes T oder Z oder O auf einem verrosteten Kotflügel im stillsten Winkel eines lokalen Schrottplatzes, nicht das winzigste Stückchen Konzertplakat an der Mauer eines entlegenen Viertels unserer Stadt, nicht der kleinste zerlesene Prosaband inmitten reichhaltigster Sperrmüllhaufen waren trotz stundenlanger angestrengter Suche im heutigen Stadtbild noch aufzuspüren, so daß alles darauf hinzudeuten schien, daß auch die letzten sichtbaren Überbleibsel dieser vor nur drei bis vier Jahrzehnten noch mehrfach zum beliebtesten Konzern der Stadt gewählten Organisation inzwischen vollkommen – dem sagenhaften Atlantis nicht ganz unähnlich – von der Oberfläche dieses Planeten getilgt worden seien.

Doch dann, als die erfolglosen Entdecker bereits tiefbetrübt den trostlosen Heimweg angetreten hatten, fiel ihnen beim Passieren einer unscheinbaren Toreinfahrt ein eigentlich recht schäbiges aber nichtsdestotrotz überaus glorreiches Graffito ins Auge, das ihnen den Glauben an die echten Werte dieser schnellebigen Zeit im Bruchteil einer Sekunde wieder zurückzugeben vermochte. O happy day!

Starreporter Nat Schriller (links) – hier in einer seiner vielen Verkleidungen – und OTZ-Konzern-Prokurist Pelikan präsentieren voller Stolz den historischen Hinweis auf die Unvergänglichkeit eines wahren Duisburger Weltkulturerbes.

P.S.: Wer nun aber doch nicht die Augen vor der bitteren Wahrheit der Kehrseite dieser Medaille verschließen möchte, braucht nur auf diesen Link zu klicken.


Sondermeldung (4)

September 2014

Starreporter feiert Geburtstag!

Am vergangenen Wochenende beging der neue Stern am Duisburger Journalistenhimmel, Starreporter Nat Schriller, einen nichtrunden Geburtstag in der Kantine der Redaktion der OTZ (Obermarxloher Trivial Zeitung) im Duisburger Norden. Nach letzten Korrekturen an seinem in Bälde erscheinenden Sensationsbericht Klonmonster und Zwillinge brach das Geburtstagskind wie das leibhaftige Klischee eines lokalen Rockstars über die zahlreich erschienenen Partygäste herein und verblüffte mit einer gewöhnungsbedürftigen Version von Smoke on the Water, die er mit Unterstützung der Duisburger Spontan-Jazz-Band “New Incident” neben dem Kaffeeausschank zum besten gab. Anschließend gönnte er sich noch einige Minuten besinnlicher Bauchpinselei im Kreis der Möchtegern-VIPs seiner Gratulantenschar, bevor die Reporterpflicht ihn wieder von dannen rief. Und mit den Worten “die Erde dreht sich weiter, also rasch hinterher” verließ er das Fest mit einem beeindruckenden Abschiedssprint, dem nur noch das flatternde Cape eines Superhelden auf dem Weg zur Arbeit zu fehlen schien. Dann bis zum nächsten Mal, und “Happy Birthday, lieber Nä-hät, happy Birthday to you”.

Der Duisburger Schriftsteller A.S.H. Pelikan (links) wünscht Starreporter Nat Schriller (hier in einer seiner vielen Verkleidungen) alles Gute zum Geburtstag.


Sondermeldung (3)

August 2014

Wie Starreporter Nat Schriller in der ersten Ausgabe des neuen Duisburger Klatschmagazins “OTZ” (Obermarxloher Trivial Zeitung) berichtet, ist es dem Duisburger Musiker A.S.H. Pelikan gelungen, beim diesjährigen Helge-Schneider-Doppelgängerwettbewerb bis ins Halbfinale vorzudringen, wo für ihn allerdings Endstation war, als er gegen den späteren Sieger, Helges Zwillingsbruder Hugo, antreten mußte. Schade! Doch hat der tapfere Verlierer bereits angekündigt, sich auch im kommenden Jahr wieder den kritischen Augen einer internationalen Jury aus Mülheimer Torschützenkönigen und “Germany’s Next Softporno Queen”-Kandidatinnen stellen zu wollen.

Unterlegene Halb- und Ganzfinalisten nach Erhalt der Nachricht, neben dem Siegerpokal auch noch den diesjährigen Zusatzpreis – die “Reise um die Welt: mit Fahrrad und Zelt” – verpaßt zu haben.


4 Jahre pelikanesische Webseite

23. Juli 2014

Schnell und modern! Diese beiden Attribute treffen gewißlich nicht auf den Duisburger Musiker und Schriftsteller A.S.H. Pelikan zu, der sein erstes literarisches Werk (ein fotokopiertes 30-Seiten-Heftchen in sehr kleiner Auflage) zwar schon im Alter von Zwanzig vorlegte, den ersten eigenen Tonträger jedoch erst 34 Jahre später nachlegen konnte.
……..Drei weitere beeindruckende Daten aus Pelikans langsamem Leben:
- erster Telefonanschluß im Alter von 39 Jahren,
- erste eigene Wohnung im Alter von 53 Jahren,
- und mit 60 Jahren (also jetzt) immer noch nicht per Handy erreichbar.
……..Da grenzt es doch fast schon an ein Wunder, daß ich eine eigene Website besitze, oder? Und das auch schon seit – heute auf den Tag genau – vier Jahren. Herzlichen Glückwunsch!

Die “Modernisierung” meines Leben begann aber schon wesentlich früher, als ich zu Ende der 80er Jahre meine Gitarrenkurse an der Volkshochschule Duisburg ["Pelikan, warum gibst du eigentlich keinen dritten Kurs? Kannst du nicht besser spielen?"] entscheidend auszubauen begann und dadurch auch etwas mehr Geld erwirtschaftete, durch das ich mir einige neue Geräte (die etwa 10 Jahre vorher einmal der modernsten technischen Entwicklung entsprochen hatten) zulegen konnte:
1989 erwarb ich meinen ersten Walkman (für Audiokassetten),
1990 meinen ersten Computer (einen Atari ST) und
1991 meine erste CD. Oder besser gesagt: gleich 48 auf einen Schlag, die (alle von Frank Zappa) gerade bei Zweitausendeins im Angebot waren. Und ein halbes Jahr später kaufte ich mir auch einen CD-Player, da ich mir beides zusammen (Player plus CDs) zuvor nicht hatte leisten können und auf Player plus nur einer CD oder so absolut keine Lust gehabt hatte. Kurz vor dem Jahrtausendende bekam ich dann noch einen neueren (gebrauchten) Computer (mit Modem für E-Mails und so), und 2001 sicherte ich mir einen Domain-Namen für eine geplante Webseite, die jedoch erst 9 Jahre später verwirklicht werden sollte. Eigentlich brauche ich ja überhaupt keine Homepage – hatte ich immer gedacht -, doch nachdem ich an meinem letzten schriftstellerischen Großprojekt [mit dem ich mich von 1993 bis '97 herumgequält hatte] auf ganzer Linie gescheitert war, sah ich eine Webseite als die perfekte Möglichkeit an, um interessierten Lesern eine Auswahl meiner literarischen Arbeiten zu präsentieren, ohne mir gleichzeitig Kosten für den Druck eines Buches oder so aufhalsen zu müssen.
……..Das Problem war nur, daß ich keine Ahnung hatte, wie man eine Webseite einrichtet, so daß ich dabei auf fremde Hilfe angewiesen war, ohne aber die finanziellen Mittel zu haben, um einen Profi dafür engagieren zu können. Doch gab es ja damals schon genügend Amateure, die glaubten, das ebenfalls locker auf die Reihe zu kriegen, was mir in den Folgejahren insgesamt vier verschiedenen “Website-Helfer” bescherte, von denen einer auch schon 250 € Arbeitsaufwandsentschädigung bekommen hat, ohne daß  jemals etwas meinen Vorstellungen auch nur einigermaßen Entsprechendes dabei herausgekommen wäre.
……..Mein zweites Problem war, daß ich ganz genau wußte, wie meine Webseite nicht aussehen sollte, nämlich auf keinen Fall so, wie die von anderen Duisburger Musikern, also mit schwarzem Hintergrund und deutlichem Rand auf der rechten und linken Bildschirmseite und so. Meine Internetseite sollte hell sein und den kompletten Monitorbereich ausfüllen und neben der Startseite noch jede Menge Unterseiten und Schubladen in weiteren Schubladen enthalten. Auf Ebene 1 z.B. sollte sich der Ordner “Literatur” befinden, in dem auf Ebene 2 zwischen “unveröffentlichten und veröffentlichten Werken” auszuwählen wäre, bis auf Ebene 3 die einzelnen “Bücher” aufgelistet würden und auf Ebene 4 endlich die Texte der zur Veröffentlichung ausgewählten “Geschichten” einsehbar sein sollten. Und gleichzeitig müßte in einer Spalte am linken Rand immer ersichtlich sein, auf welcher Ebene man sich gerade befände. – Und falls ihr jetzt nicht wirklich verstanden haben solltet, wie ich das Ganze gemeint habe, wärt ihr in guter Gesellschaft, denn meine Homepage-Helfer und ich sind bei der Diskussion über genau diese Punkte eigentlich auch nie zu einer klaren Linie vorgedrungen, die darauf hätte schließen lassen, daß jeder wirklich kapiert hatte, was der andere tatsächlich meinte und wollte. Mir war lediglich klargeworden, daß meine Vorstellungen wohl sehr unpraktikabel und größtenteils wohl auch gar nicht umsetzbar seien, so daß ich das Homepage-Projekt nach einigen Jahren schließlich wieder aufgab … denn wenn ich ehrlich war, konnte ich auch weiterhin sehr gut ohne eine Webseite leben.

Das änderte sich dann aber im Oktober 2009, als ich meine zweite CD mit dem Hinweis auf Songtexte, die auf meiner Webseite einzusehen wären, herausbrachte, ohne daß ich irgendeine konkrete Aussicht hatte, meine seit 8 Jahren lediglich aus dem “Diese Seite wurde vor kurzem freigeschaltet und befindet sich im Aufbau”-Satz bestehende Homepage auf den rechten Weg zu bringen. Also machte ich erstmal mit der nächsten CD weiter, für die ich ein dreiviertel Jahr später dann die allerletzte Booklettext-Korrektur vornahm, mich am nächsten Tag – dem 21. Juli 2010 – nach einer neuen Aufgabe umzusehen begann und wieder mal beim Thema “Webseite” landete. Mani, mein Bookletdesigner in Bonn, besaß derer gleich zwei [eine für Fotos], und so rief ich ihn einfach an und fragte, wer die denn gemacht hätte und wie schwierig und langwierig das gewesen sei. Überraschenderweise erklärte er mir, die Seiten selber gestaltet zu haben. Er sei zwar kein Experte, meinte er, konnte mir in dem Telefonat aber doch recht gut vor Augen führen, welche Mißverständnisse vermutlich zwischen den Ansichten meiner damaligen Helfer und meinen eigenen Vorstellungen geherrscht hatten, so daß ich wirklich begriff, wie meine nur geringfügig zu verändernde Grundidee tatsächlich umsetzbar sein würde. Abends beschloß ich dann, a) Mani anderntags zu fragen, ob er nicht auch meine Webseite basteln könne und b) diese erstmal eine “Notpage” mit nur den im CD-Booklet versprochenen Songtexten werden zu lassen, weil ich die pelikanesischen Literatursachen damals immer noch für das Wesentliche des ganzen Projekts hielt.
……..Am nächsten Tag, dem 22. Juli, rief ich Mani also erneut an, und nach einer halben Stunde konnten wir uns bereits auf das WordPress-Programm einigen, das ihm nicht übermäßig viel Arbeit bereiten würde und mir vor allem die Möglichkeit gäbe, jede Menge Textbeiträge selber zu aktualisieren, ohne mich mit der HTML-Computersprache herumschlagen zu müssen, wie es mir meine Helfer vor Jahren in Aussicht gestellt hatten. Mani meinte, daß er am folgenden Tag gleich damit beginnen könne, so daß ich ihm das Material für den ersten Inhalt noch am selben Abend zusandte. Und am 23. Juli 2010 machte Mani sich dann wie versprochen an die Arbeit und konnte mich am selben Nachmittag schon mit der Nachricht beglücken, daß meine Webseite jetzt online wäre. Sie bestand zu dem Zeitpunkt zwar nur aus insgesamt 20 Songtexten von meinen ersten beiden CDs, doch war das wirklich Sensationelle an dieser Page die Tatsache, daß wir in wenig mehr als 48 Stunden das auf die Beinen gestellt hatten, wofür vorher mehrere Jahre nicht ausgereicht hatten. Danke, Mani!

Seitdem sind also 4 Jahre vergangen, und die pelikanesische Webseite hat sich in eine doch etwas andere Richtung als zunächst gedacht entwickelt. Nach den 20 Songtexten hatte ich den Menüpunkt “Listen” entworfen und fünf Wochen nach dem Homepage-Start mit der “Zeittafel”, den “Top-5-Listen” und dem “Bücher-Guide” [die alle schon seit Jahren mehr oder weniger fertig waren und nur darauf warteten, endlich auch mal veröffentlicht zu werden] gefüllt und nochmal einen Monat später auch die “Musiker Top 200″, die “Verkaufs-Charts”, den “MSV-Geburtstagskalender” und “Tims Fahrkünste” nachgeschoben. Im Sommer des folgenden Jahres (2011) kamen die Seiten zu meinen (dann insgesamt schon) 4 veröffentlichten CDs mit Hörbeispielen und so hinzu, und so ging es langsam Stück für Stück weiter. Aber erst im Jahr 2013, als ich einen ersten, kleinen, einwöchigen Weblog zur Neuansetzung meines sechs Monate zuvor wegen Krankheit ausgefallenen Bühnenjubiläums veröffentlichte, kamen auch mehr Beiträge zu aktuellen Geschehnissen hinzu, die seit neuestem auch von Beiträgen zu möglicherweise überhaupt nicht geschehenen Geschehnissen ergänzt werden. Ansonsten freue ich mich schon sehr darauf, euch in Kürze auch mit Starreporter Nat Schriller, dem neuesten Stern am Duisburger Journalistenhimmel, bekanntmachen zu können, während von den pelikanesischen Literaturbeispielen auch nach vier Jahren noch nichts zu entdecken ist; doch habe ich die Hoffnung darauf noch lange nicht aufgegeben, da mein 7 Jahre währendes CD-Liederwerkschau-Projekt in Kürze abgeschlossen sein soll und ich dann auch wieder mehr Zeit für anderes haben werde.

Dann bis dann, und bleibt gesund und nutzt den Tag.


Werbung (1)

Nach den spektakulären Romanserien um die “Hebamme”, die “Putzfrau” und den “Sklaven” springt endlich auch A.S.H. Pelikan mit seiner 20-bändigen Krimireihe um den geheimnisvollen “Musiker” auf den abgefahrenen Erfolgszug. Freuen Sie sich rechtzeitig zum Ferienbeginn auf folgende Bände im OTZ Verlag:

01)            Die Hebamme des Musikers
02)            Der Auftakt des Musikers
03)            Der Blackout des Musikers
04)            Die Rückkehr des Musikers
05)            Die Rache des Musikers
06)            Der Musiker spielt nicht mit
07)            Der Musiker und das Groupie
08)            Die Geduld des Musikers
09)            Der Musiker und die Tonart des Schreckens
10)            Der Musiker und das Vibrato des Grauens
11)            Der Musiker und das Catering des Bösen
12)            Die Geduld des Musikers 2
13)            Der Musiker spielt auf Zeit
14)            Der Fehler des Musikers
15)            Der Sohn des Musikers
16)            Die Tochter des Musikers
17)            Der Onkel des Musikers
18)            Der Sklave des Musikers
19)            Die Putzfrau des Musikers
20)            Das Vermächtnis des Musikers

Der Autor (links) und sein Literaturagent Konsul Ferdinand von Schnelldreher-Steppendorf stoßen auf den großen Durchbruch an.


Schallplattenmillionär

Es begab sich aber am 28. Mai des Jahres 2014 unserer Zeitrechnung, daß der ehrenwerte Christian Woitag eine CD kaufte. Und diese CD war nicht irgendeine, sondern Welcome to Chilligoo, das Erstlingswerk des Duisburger Musikers A.S.H. Pelikan. Und mit diesem CD-Kauf, der der 191. seiner Art war, wurde pelikanesische Geschichte geschrieben, weil diese Scheibe 6 Jahre, 3 Monate, 20 Tage, 7 Stunden und ein paar ungezählte Minuten nach ihrer Veröffentlichung nämlich tatsächlich Gewinn abgeworfen hat – und zwar in Höhe von exakt 3,30 €. Und das bedeutete natürlich: Böller, Böller, Böller und noch’n Böller…

…sowie ein FOTO von Christian mit CD und Blumenstrauß und Küßchen von Pelikan, das wir aber nicht hinbekommen haben, weil mein Telefon immer noch nur ein Telefon ist und immer noch nicht fotografieren kann.

Besten Dank an alle übrigen CD-Käufer von eurem sich offensichtlich unaufhaltsam auf direktem Trampelpfad zum Schallplattenmillionär befindlichen Pelikan


Nachtrag
: Inzwischen (März 2017) beträgt mein “Welcome to Chilligoo”-Gewinn 20,30 €. Wow!


Sondermeldung (2)

Mai 2014:

Im Frühjahr 1994 sind in der spanischen Provinz Cuenca die Knochen eines bis dahin unbekannten Dinosauriers entdeckt worden, der wie ein Pelikan ausgesehen hat. Der zu den Ornithomimosauria zählende Pelecanimimus hat 220 Zähne besessen und vor rund 128 Millionen Jahren gelebt. Bei so vielen – wenn auch winzigen – Beißerchen müssen Mahlzeiten für diese zwei bis zweieinhalb Meter große Kreatur nicht ganz unwesentlich gewesen sein, was A.S.H. Pelikan am 20. Jahrestag der Entdeckung dieses Fossils zum Anlaß nahm, um zu einem Festessen im erweiterten Freundeskreis einzuladen.

Pelikan (links) beim Festessen mit erweitertem Freundeskreis

P.S.: Das Gerücht, daß an diesem Tag “Pelikan süß-sauer” verzehrt worden sei, entpuppte sich schließlich aber doch nur als Ente.


Platten-Tip

31. Januar 2014.

“Pelikan, ist eigentlich aus irgendeinem deiner Gitarrenschüler mal was geworden?”

Diesen Satz habe ich schon häufiger zu hören bekommen, und da ich ja auch schon länger im Geschäft bin, darf er natürlich auch zu Recht gestellt werden. Allerdings bin ich als Gitarrenlehrer seit (auf den Monat genau) 30 Jahren nur an der Volkshochschule Duisburg tätig, wo meine Schüler in der Regel Erwachsene sind, die bereits im Berufsleben stehen und keinerlei Ambitionen haben, das Gitarrespielen vielleicht mal zu einer musischen Karriere auszuweiten. Meine Erfolgsbilanzen sind deshalb auch eher auf den kleinen, lokalen Bereich beschränkt, wie den aktuellen Gitarrenschüler etwa, der als Rentner vor anderthalb Jahren angefangen und bereits zwei Auftritte vor Publikum absolviert hat – da ihm, wie er sagte, einfach nicht mehr so viel Zeit bliebe, um noch länger damit warten zu können. Und aus dem ist, wie ich finde, wirklich was geworden.

Das “was” in der obigen Eingangsfrage ist natürlich eher auf Personen bezogen gewesen, von denen man auch überregional vielleicht schon mal etwas gehört haben könnte, und da sind meine “Erfolge” doch sehr bescheiden. Denn außer René (den Nachnamen habe ich leider vergessen), der mal eine Single (glaube ich) herausgebracht und einen TV- (?) oder größeren Vorgruppen-Auftritt (?) gemacht hat, habe ich da kaum etwas vorzuweisen. Dieser René ist mir aber (was ich persönlich übrigens für die eindrucksvollere Leistung halte) auch auf einem anderen Gebiet um einen ganzen Punkt voraus gewesen, da er eines Tages nämlich mein Konkurrent geworden ist, indem er seine eigene Musikschule in Duisburg aufmachte, die den schönen Namen “Klangschmiede” trug, sich aber nur wenige Jahre halten konnte. Was René heute macht, und ob das auch noch etwas mit Musik zu tun hat, weiß ich leider nicht.

Nun habe ich aber ein neues Eisen im Feuer, seit ich gestern erfahren habe, daß die inzwischen in Berlin lebende talentierteste Gitarrenschülerin, die ich je hatte, ihre erste Langspiel-CD mit zehn eigenen Liedern und einer Coverversion auf einem richtigen Label [im Gegensatz zu den fast nirgendwo erhältlichen Silberlingen von Pelikan] veröffentlicht hat:

Desiree Klaeukens – “Wenn die Nacht den Tag verdeckt

Der deutsche “Rolling Stone” hat der Scheibe in seiner Februar-Ausgabe 3,5 Sternchen gegeben und den Artikel mit folgendem Satz eröffnet: “Der Pelikan war schuld. Ihr Gitarrenlehrer, damals in Duisburg.” Natürlich liebe ich diese Einleitung (schließlich wurde ich durch sie im zarten Alter von 60 Jahren zum ersten Mal im Rolling Stone erwähnt), doch ist sie eigentlich gar nicht wahr. Schuld war vor allem das außergewöhnliche Talent dieser mittlerweile 28-jährigen Künstlerin, das sich auch ohne Pelikans kleine Hilfen entfaltet und zu ihrer eigenen Musik geführt hätte, da bin ich ganz sicher. Trotzdem bin ich natürlich sehr stolz darauf, daß meine zu Anfang 16-jährige Schülerin und später gute Freundin sich zu einer Songwriterin entwickelt hat, die ich zu der aktuellen Top 5 der Duisburger Liederschreibergarde zählen würde.

Stilistisch hat Desis Musik übrigens keine große Ähnlichkeit mit der pelikanesischen, sondern ist mehr ein naher Verwandter der Lieder von Tom Liwa (einem weiteren Duisburger). Und wenn ihr Toms Kunst mögt, könnt ihr garantiert nichts falsch machen, wenn ihr in Desi Klaeukens’ unaufdringlich produziertes deutschsprachiges Debutalbum “Wenn die Nacht den Tag verdeckt” einfach mal reinhört.

Alles Liebe nach Berlin


Zum 100. Geburtstag von Arno Schmidt

18. Januar 2014.

Aus einem von Pelikans alten Tagebüchern:

Am Montag, den 4.11. [1985] kaufte ich mir den Briefwechsel “Schmidt/Andersch”, las ihn von abends 7 bis nachts ½ 5 in einem Rutsch durch und habe ihn nur kurz unterbrochen, um einen spontanen Text zu schreiben, den ich am folgenden Tag an den Haffmans Verlag sandte:

Wie man in kürzester Zeit Arno-Schmidt-Fan werden kann!

  1. Nachdem man von dieser und jener Seite immer wieder mal den Namen Arno Schmidt im Zusammenhang mit Bewunderung bis Abscheu vernommen hat,
  2. die “Zürcher Kassette” kaufen und lesen. Am besten mit Band 2 und “Leviathan” beginnen – um die erste Wirkung von Arno Schmidts erster Publikation auf ein deutsches Lesepublikum ein wenig nachempfinden zu können – und nach 3 bis 4 Seiten erstmal umfallen, sich langsam und bedächtig wieder aufrappeln und sich klarzuwerden versuchen, ob man, das Erscheinungsjahr berücksichtigend, etwas ähnlich Sprachgewaltiges nach dem 2. Weltkrieg in deutscher Sprache schon einmal gesehen hat, oder Vergleichbares auch vorher. Jeder, der Sprache für etwas Lebendiges hält, wird von der Lektüre Arno Schmidts derart grell angegangen, als wenn ihn ein ganzer Ameisenschwarm von Buchstaben buchstäblich überfällt. Und sollte diese Wirkung nicht eintreten, können Sie getrost vergessen, ein Arno-Schmidt-Fan werden zu wollen, denn die Schmidt’schen Inhalte sind auch nicht gerade jedermanns Sache. Aber wenn man Arno Schmidt erst einmal liebgewonnen und eine höchste Achtung vor ihm als Schriftsteller, der mit der Sprache, und zwar anders, wirklich umzugehen weiß, bekommen hat, wird man ihm einige Längen und Schnurren verzeihen, so wie man bei einem Freund schätzt, daß er unsere Fehler nicht in die dadurch möglicherweise umschlagende Waagschale wirft, sondern menschlich sieht. Wie es dann als Arno-Schmidt-Fan weitergeht, hat nichts mehr mit der oben angesprochenen kurzen Zeitspanne des Werdens zu tun, sondern wird lange bis ein Leben lang anhalten, wird sich nicht finden, sondern zeigen, wird einfach sein: die Liebe eines Arno-Schmidt-Fans!

geschrieben: 4/5 -11-85, bei kurzer Unterbrechung der Lektüre “Schmidt/Andersch – Briefwechsel”

Ich hoffe, dieser spontane kleine Liebesbrief amüsiert Sie so sehr, wie er mir beim Schreiben Spaß gemacht hat.

Herzliche Grüße von Pelikan

 

Wenige Tage später bekam ich die neue Arno-Schmidt-Gesamtverzeichnis-Broschüre zugesandt, plus einer handgeschriebenen Karte von Gerd Haffmans, dem Verleger und Herausgeber der Arno-Schmidt-Werkausgabe:

 

Zürich, am 7.XI.85

Lieber Herr Pelikan –

Dank für Ihren so schönen wie spontanen Leserbrief nach der Arno Schmidt=Lektüre. – Ganz so ist es mir ergangen, das ist allerdings 20 Jahre her u. es gab noch keine Zürcher Kassette, aber die Liebe zu und Bewunderung für Arno Schmidt ist nur stärker geworden.

Herzliche Grüße, Ihr Gerd Haffmans


Sondermeldung (1)

Herbst 2013

Der Duisburger Künstler A.S.H. Pelikan ist 60 Jahre alt geworden!

Was für die einen ein Grund zum Feiern sein mag, bedeutet für andere dagegen nur einen weiteren Beleg für die Ungerechtigkeit dieser Welt. Doch ist das Leben halt noch nie fair gewesen, auch 1974 nicht, als Pelikan mit 21 Jahren volljährig wurde [erst 1975 wurde der Volljährigkeitsstatus geändert und auf 18 Jahre herabgesetzt] und damit beispielsweise schon älter als Tutanchamun geworden war.
Und mit 22 Jahren älter als Eddie Cochran.
Mit 23 älter als Buddy Holly.
Mit 24 älter als Jimmy Blanton.
Mit 25 älter als James Dean.
Mit 26 älter als Scott LaFaro.
Mit 27 älter als Nick Drake.
Mit 28 älter als Jim Morrison.
Mit 29 älter als Tim Buckley.
Mit 30 älter als Marc Bolan.
Mit 31 älter als Emily Brontë.
Mit 32 älter als Rudolph Valentino.
Mit 33 älter als John Bonham.
Mit 34 älter als John Belushi.
Mit 35 älter als Lowell George.
Mit 36 älter als Wolfgang Amadeus Mozart.
Mit 37 älter als Marilyn Monroe.
Mit 38 älter als Thomas Wolfe.
Mit 39 älter als J.B. Lenoir.
Mit 40 älter als Che Guevara.
Mit 41 älter als John Lennon.
Mit 42 älter als Neal Cassady.
Mit 43 älter als Elvis Presley.
Mit 44 älter als Dan Blocker.
Mit 45 älter als Robert Louis Stevenson.
Mit 46 älter als Georges Perec.
Mit 47 älter als John F. Kennedy.
Mit 48 älter als Jack Kerouac.
Mit 49 älter als Marty Feldman.
Mit 50 älter als Douglas Adams.
Mit 51 älter als Carson McCullers.
Mit 52 älter als René Goscinny.
Mit 53 älter als Frank Zappa.
Mit 54 älter als Philip K. Dick.
Mit 55 älter als Peter Sellers.
Mit 56 älter als Johnny Ramone.
Mit 57 älter als Ludwig van Beethoven.
Mit 58 älter als Humphrey Bogart.
Mit 59 älter als George Harrison.
Mit 60 älter als Truman Capote.

Tja, das Leben ist endlich, also macht was draus und nutzt den Tag.


Der Alles-klar-fürs-Konzert?-Blog (28.4. – 6.5.2013)

Weil mein am 5. Mai bevorstehendes Bühnenjubiläumskonzert ja bereits vor einem halben Jahr hatte stattfinden sollen, damals aufgrund einer 6 Tage vorher beginnenden Erkältung am Ende aber abgesagt werden mußte, startet hier nun (7 Tage vor dem neuerlichen Versuch) der tägliche pelikanesische Allgemeinzustandsbericht, damit ihr Bescheid wißt und gegebenenfalls mitfiebern könnt.

 

Sonntag [noch 7 Tage], 28. April, 12 Uhr mittags

Hallo Freunde,
meine Stimme befindet sich derzeit im absolut grünen Bereich, doch ist es etwas ungemütlich hier, weil die Heizung bei mir nicht funktioniert, so daß ich schon den 3. Tag nacheinander mit 2 Pullovern, Lederjacke und Schal am Schreibtisch sitze. Im Moment habe ich hier 18,5 °C, und das ist mir Frierepitter einfach zu wenig. Vielleicht gelingt es der Sonne ja, meine Bude in den nächsten Stunden noch ein wenig aufzuwärmen.

Körpertemperatur: 36,6 °C

Dann bleibt gesund, und bis morgen…

 

Montag [noch 6 Tage], 29. April, 10:15 vormittags

Außentemperatur: 11 °C
Zimmertemperatur: 18 °C [Heizung bringt immer noch nur null]
Körpertemperatur: 36,5 °C
Stimme: leicht kratzig, wie sie morgens bei mir immer klingt, also nach wie vor alles im grünen Bereich.

Ansonsten: Soeben die Nachricht von der Hausverwaltung erhalten, daß die Umwälzpumpe der Heizung kaputt und der Monteur schon auf dem Weg sei. Na also, es geht aufwärts.

Dann bleibt gesund, und bis morgen…

 

Dienstag [noch 5 Tage], 30. April, 11 Uhr vormittags

Seit gestern nachmittag um halb 3 funktioniert meine Heizung wieder, so daß ich gut aufgewärmt zur abendlichen Generalprobe erscheinen konnte. Das könnte ein schöner Abend werden am Sonntag, denn alle Leute sahen richtig gesund aus, und meine Stimme ist heute auch noch da, im Gegensatz zu dem Tag nach der Generalprobe vor einem halben Jahr. Also, alles im grünen Bereich, nur die innere Anspannung wächst.

draußen: 14 °C
im Zimmer: 22 °C
in mir: 36,2 °C

Ansonsten: Hab mir gestern noch ein neues Fieberthermometer gekauft, um euch auch möglichst zuverlässige Daten angeben zu können, da mein altes Thermometer schon über 30 Jahre alt war. Ist aber schon komisch, so ganz ohne den Quecksilberstreifen runterschütteln zu müssen.

Dann bleibt gesund, und bis morgen…

 

Mittwoch [noch 4 Tage], 1. Mai, 11 Uhr vormittags

Gestern abend habe ich erfahren, daß zwei meiner Lieblingsfrauen (aus Bielefeld und Jena) am Sonntag zum Konzert anreisen werden, und heute freue ich mich zum ersten Mal richtig auf diesen Abend, während ich mir in den letzten Tagen allgemein eher Sorgen gemacht hatte, ob ich auch die richtigen Töne treffen werde und so. Aber bei einem Wiedersehen mit so vielen alten Freunden sollte das gar nicht das Allerwichtigste sein.

Und bevor ich’s vergesse: Desi hat Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch nach Berlin.

Die Sonne scheint, im Zimmer ist’s warm, meine Temperatur ist akzeptabel (36,0 °C), der BVB ist im Finale, das Leben ist schön.

Ansonsten: Einer meiner Nachbarn guckt mich seit gestern etwas komisch an, fast so wie vor einem Jahr nach der Bob-Dylan-Geschichte. Da hat an dessen (Dylans, nicht des Nachbarn) 70. Geburtstag bei mir um 4:15 nachts nämlich der Wecker geklingelt, weil ich vorher ausgerechnet hatte, daß ich exakt um 4:18 anfangen müßte, wenn ich bis 24 Uhr alle meine Dylan-CDs durchgehört haben wollte. Und weil ich auch nichts verpassen wollte, während ich auf’m Klo oder in der Küche oder unten am Postkasten wäre, mußte die Musik manchmal recht laut gestellt werden, und es ist ohnehin schon ein recht hellhöriges Haus hier … aber einmal im Jahr richtig krachend Geburtstag zu feiern ist ja auch erlaubt, oder?

Dann bleibt gesund, und bis morgen…

 

Donnerstag  [noch 3 Tage], 2. Mai, 12:25 mittags

Heute nacht nicht gut geschlafen, dafür aber schlecht geträumt, und jetzt leicht erhöhte Temperatur: 37,4 °C, wahrscheinlich das berühmte Lampenfieber. Ich fühl mich stimmlich aber kräftig und körperlich fit und freu mich immer noch auf Sonntag.

Fairerweise muß ich nach dem gestrigen Fußballspiel nun auch noch ein “Respekt und Anerkennung” an die Bayern aussprechen, mit einem zusätzlichen Gruß an Harry.

Ansonsten: Der Nachbar guckt mich immer noch an, als wenn ich ein Alien wäre. Wahrscheinlich hat er mich (obwohl ich in letzter Zeit nur noch mit Bart und zusammengebundenen Haaren herumlaufe) nun doch auf einem der 27 Konzert-Plakate, die ich im Hausflur und (jeweils zweifach) an jeder Wohnungstür angebracht habe, erkannt.

Dann bleibt gesund, und bis morgen…

 

Freitag [noch 2 Tage], 3. Mai, 14:10 mittags

“Wer weiß, wozu es gut war”, sagte Anja zu mir, als ich das Konzert im November absagen mußte, und jetzt weiß ich’s: um auf der Bühne eine bessere Figur abzugeben. Denn vor einem halben Jahr zeigte meine Waage noch 86 kg an (drei Monate zuvor sogar 90), während ich jetzt wieder bei meinem Wunschgewicht von 80 kg angelangt bin. Und weil mein Gewicht in den letzten dreißig Jahren mehrfach um bis zu maximal 18 kg schwankend war [nach einer Freßzeit wurde halt immer auch mal wieder eine Hungersnot ausgerufen], paßten auch meine Jeans oft nicht mehr, so daß ich (seit Mitte der 80er) ab einem gewissen Bauchumfang nur noch One-size-fits-all-Latzhosen von Aldi getragen habe. Und wenn ich mal wieder dünn genug war, kaufte ich mir neue Jeans, weil ich an die alten nicht mehr gedacht hatte oder so … das könnte zumindest eine Erklärung für meine vielen Hosen sein. Denn weil ich für meinen Auftritt ein wenig schicker aussehen wollte, habe ich meinen Kleiderschrank vorhin nach alten Jeans durchstöbert und die erstaunliche Anzahl von 9 Exemplaren gefunden. Hatte mit insgesamt 2 bis 3 gerechnet. Und irgendeine davon paßt mir am Sonntag bestimmt. Und soeben habe ich mal die Unterschiede in den Hosen gemessen, und zwar, wie weit sie an der Hüfte in zugeknöpftem und zusammengelegtem Zustand sind. Ergebnis: 45 cm, 49 cm, 40 cm (weiß, aus den frühen 80ern), 45 cm, 46 cm, 44 cm, 48 cm, 42 cm, 47 cm (schwarz). Die Anprobe werde ich aber erst am Sonntag machen.

Wetter: leicht bedeckt, aber schön (für Sonntag sind 12 Sonnenstunden angekündigt), und meine Körpertemperatur liegt auch wieder unter 37 °C.

Ansonsten: Gestern sind mir noch zwei recht seltsame Sachen widerfahren. Zum einen glaubte ich, John Lennon in einem vorbeirauschenden Taxi sitzen gesehen zu haben, und abends auf dem Heimweg vom Kraan-Konzert erblickte ich tatsächlich mal wieder ein Ufo. Es schien vom Dach des VHS-Gebäudes aus gestartet zu sein und war dunkelblau und hatte rot leuchtende Fenster oder so. Meine ersten (und bis gestern auch letzten) drei Ufos hatte ich in Formation fliegend eines nachts nach’m Eschhaus an der 6-Seen-Platte entdeckt, und die waren mattglänzend golden gewesen, allerdings auch ziemlich weit weg über den Bäumen am anderen Seeufer. Die gestrige Ufosichtung beunruhigt mich nun allerdings doch etwas, denn ich glaube ja gar nicht an Ufos (zumindest an keine, die es von ihrem eigenen Sonnensystem bis hierher schaffen könnten) … aber ich habe gesehen, was ich gesehen habe. Sollte ich mir jetzt also Sorgen um meinen Verstand machen? Aber wie auch immer, ich kann auf jeden Fall noch singen, und das dürfte im Moment wohl das Wichtigste sein.

Dann bleibt gesund, und bis morgen…

 

Samstag [noch 1 Tag], 4. Mai, 11:10 vormittags

Erinnert ihr euch noch an John Lennon? Gestern habe ich ihn sogar zweimal gesehen. Zuerst bei einem kleinen Spaziergang, wo er unerwarteterweise hinter Luckys Fenster stand, sich, als ich stehenblieb, um mich zu vergewissern, aber rasch wegduckte, und später noch in der Pommesbude. Weil er dort aber bedient hat, schätze ich, daß es doch nur ein Doppelgänger gewesen ist. Aber was hat Lucky mit Pommesbudenaushilfskräften zu tun?

Es gibt einfach Tage, die sich anfühlen, als wenn sie nicht von dieser Welt wären. Und wenn ich’s nicht besser wüßte, würde ich behaupten, daß das Ufo vorgestern ein paar seiner Insassen hier vergessen hat, weil manche Leute doch ziemlich seltsam aussehen. Beim Bäcker hat sich beispielsweise so ‘ne Art Ui Hoeneß mit Tentakeln auf’m Kopp vorgedrängt, und der Bettler, der bei der Deutschen Bank unter dem großen Schild mit der Aufschrift “Ich berate meine Kunden vertraulich. Aber ich empfehle nichts, was ich nicht auch öffentlich vertreten könnte” saß, sah mit seinen sechsfingrigen Händen auch irgendwie unheimlich aus.

Aber worüber schwafel ich hier eigentlich? Sollte ich nicht von was ganz anderem berichten? Ach ja, meiner Temperatur und so: wahrscheinlich normal. Ich kann die kleinen Zahlen auf dem Thermometer heute einfach nicht richtig erkennen, weil sie immer so rumwackeln, und auch einige andere Gegenstände scheinen, wenn ich sie genauer in Augenschein nehme, eine Art Eigenleben zu entwickeln. Ob ich wohl mal zum Augenarzt gehen sollte? Aber der hat heute ja sowieso zu.

Und was war sonst noch? Mein Auftritt morgen. Komisch, mein Lampenfieber ist wie weggeblasen, und meine Stimme klingt super. Also alles im grünen Feld – ich meine: Pegel. Oder Ausschlag?

P.S.: Mein Nachbar. Heute ist mir bei dem zum ersten Mal eine (hab ich vorher nie bemerkt) gewisse Ähnlichkeit mit – ich weiß!, aber ich kann ja auch nichts dafür! – John Lennon aufgefallen … obwohl er definitiv eine Nase zuviel im Gesicht hatte. Hat der sich aber wahrscheinlich nur angeklebt, um mich zu ärgern.

Dann bleibt in der Spur…

 

Sonntag [der große Tag], 5. Mai, 11:10 vormittags

Hallo Freunde,
ich habe recht gut geschlafen [nur etwas zu wenig], aber total verrückt geträumt: Irgendjemand hatte in Duisburg LSD ins Trinkwasser gekippt, und weil ich – können alle meine Gitarrenschüler bestätigen – ja immer nur Leitungswasser trinke, hatte ich solch eine kräftige Dosis davon abbekommen, daß ich überall nur noch Ufos und Aliens, die wie John Lennon oder so aussahen, gesehen habe. War einer dieser Träume in Farbe, die äußerst realistisch gewirkt haben.

Aber jetzt bin ich wach, ein kleines bißchen müde zwar, aber das wird heute abend bestimmt vergehen, und meine Stimme ist leicht kratzig (also normal) und meine Temperatur liegt bei 36,3 °C. Also keine Ausreden mehr.

Als Bühnenoutfit habe ich mich (um von dem tristen Grau auf meinem Kopf etwas abzulenken) für ein seit einem halben Jahr nagelneues und heute zum erstenmal zum Einsatz kommendes T-Shirt in Kombination mit dem Trikothemd des rechten Verteidigers der Fußballschulmannschaft des Mannesmann-Gymnasiums Ende der 60er Jahre entschieden.

Tja, und jetzt fällt mir nichts Berichtenswertes mehr ein, deshalb: have a nice day, und vielleicht bis heute abend.

 

Montag [der Tag danach], 6. Mai, 11:25 vormittags

So, das war’s. Lief am Anfang nicht wirklich professionell, da wir die Leute erst ne halbe Stunde zu spät reinlassen konnten [einer der wichtigsten Techniker hatte ne Stunde im Stau gestanden, so daß die ganze ruhige Vorbereitungsphase in einem gehetzt-löcherigen (und zur eigentlich geplanten Publikumseinlaßzeit erst beginnenden) Jetzt-eben-noch-schnell-Soundcheck endete], aber das interessiert heute ja schon niemanden mehr. Genauso wenig wie Pelikans Temperatur, Stimmlichkeitsbefinden oder Halluzinationsfähigkeit. Hauptsache, die Show war in Ordnung, und ich denke, wegen des gestrigen Abends muß ich mich nicht schämen.

Auf keinen Fall vergessen möchte ich aber, mich an dieser Stelle nochmal bei allen beteiligten Musikern [denn ein Pelikan-solo-Abend wäre doch sehr viel unspektakulärer geworden] zu bedanken, die mir nach meiner krankheitsbedingten Absage des November-Termins viel Mut gemacht haben, das Konzert nicht ganz ausfallen zu lassen, sondern – weil sie auch alle nochmal mitmachen wollten – einige Monate später nachzuholen.

Und vielen Dank auch an die vielen Zuschauer [179 zahlende], die, trotzdem sie im November vor verschlossenen Türen gestanden hatten, den Weg gestern noch ein zweites Mal gewagt haben.

Und zum Abschluß noch ein paar erste Fotos von A.S.H. Pelikans 40,5-Jahre-Bühnenjubiläum.

Dann bis dann, und bleibt gesund…

 

 

 


Herzlichen Glückwunsch

Februar 2012

Beim Surfen im Internet stieß ich vor einigen Monaten auf ein Duisburger Antiquariat (nicht das von Helmut Loeven), welches ein Exemplar meines 1982 im OTZ Verlag veröffentlichten Kurzgeschichtenbandes “Herzlichen Glückwunsch” anbietet, und zwar für stolze 18 €, was einer (vom Originalpreis ausgehenden) Wertsteigerung um mehr als 500 % entspricht. Da ich diese Teuerungsrate aber nicht guten Gewissens hinnehmen kann, möchte ich an dieser Stelle darüber informieren, daß das Buch weder vergriffen ist noch jemals vergriffen war, deshalb also logischerweise auch immer noch erhältlich ist, und zwar bei mir.

Den Eurogegenwert (3,58) des Erstverkaufspreises von 7 DM habe ich zwar auch nicht beibehalten, doch steht zumindest die 7 noch – hab nur die Währungsbezeichnung bei Einführung des Euros geändert. Wer also an dem Werk zum pelikanesischen Normalpreis interessiert ist, darf gerne Kontakt mit mir aufnehmen.

Im letzten Jahr erst ist das 500. Exemplar davon unters Volk gebracht worden, und obwohl die Auflagenhöhe offiziell ein halbes Tausend betrug, sind offenbar doch ein paar mehr Bücher davon gedruckt worden (was ich aber erst herausgefunden habe, als wir auf die 500 zugingen und immer noch ein paar kleine Kartons davon vorhanden waren).